Autor: Michael Nast

  • Tinder trotz Beziehung – wie wir uns in der endlosen Suche nach etwas Besserem verfangen haben

    Als mein Freund Stephan Anfang zwanzig war, verliebte er sich in eine Frau. Ihr Name war Sarah sie kamen zusammen und hätten sehr glücklich sein können. Eigentlich. Denn Stephan hatte nicht mit Sarahs Mutter gerechnet. Man muss dazu sagen, dass diese Frau sehr ehrgeizig war, was die Zukunft ihrer Tochter betraf. Sie hatte große Pläne […]

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  • Das inszenierte Glück der Selbstdarsteller

    Ich genieße es sehr, hin und wieder in meine Vergangenheit einzutauchen. Ich besitze einen Karton, in dem ich die Fotos aufbewahre, die sich über die Jahre meines Lebens angesammelt haben. Die Bilder sind nicht sortiert, die Zeiten liegen ungeordnet und vermischen sich. Darum ist das Betrachten der Bilder immer von Zufällen bestimmt. Manchmal fällt mir ein Bild in die Hand, das eine schon lange verblasste Erinnerung heraufholt. Ich betrachte es und frage mich dann, ob ich überhaupt noch einmal daran gedacht hätte, wäre mir nicht genau dieses Foto in die Hände gefallen. Die Fotos sind Verbindungen zu meiner Vergangenheit, ein Auslöser, sich die damaligen Momente noch einmal zu vergegenwärtigen. Sie sind Anhaltspunkte, um meine Erinnerungen zu bewahren.

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  • Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, wenn …

    Es gibt Sätze, die den Zustand einer Gesellschaft besser beschreiben als jede großangelegte Gesellschaftsanalyse, obwohl es in ihnen scheinbar um etwas vollkommen anderes geht. Einen dieser Sätze hat kürzlich meine Mutter fallen lassen, als ich sie besuchte. „In der DDR war es so“, sagte sie: „Mit 20 hat man geheiratet und mit 30 hat man sich verliebt.“ Ein Satz, der härter klingt, als meine Mutter ihn meinte. Man muss dazu die Hintergründe kennen.

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